14.08.2020 / Communiqués / /

Die Junge CVP Basel-Stadt fordert Unterstützungsgelder für die Stipendienstellen an den schweizerischen Universitäten

 

Für die Universität Basel fordern wir das eidgenössische Parlament auf, für den bestehenden Stipendienfond mindestens 30 Millionen Franken an Unterstützungsgelder zu sprechen. Wir erhoffen uns dadurch eine langfristig hohe Stabilität im universitären Bildungswesen in der Schweiz.

Durch die aktuelle Corona-Krise ist es denkbar, dass immer mehr Studierende der Universität Basel in eine Notlage geraten können. Auf die Universität Basel können wir besonders stolz sein, da diese bekannt dafür ist, einen hohen Anspruch daran zu haben, frei von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen ihre bewährte Lehre den Studierenden weiterzuvermitteln. Daran sollte unsere Gesellschaft ein Interesse haben, da dieser Umstand schlussendlich wichtige Stabilität an sensiblen Stellen in unserem gesellschaftlichen Miteinander schaffen kann. In diesen Zeiten ist es ein wichtiges Zeichen des National- und Ständerats zu den schweizerischen Universitäten besonders grosse Sorge zu tragen. Es ist fraglich, ob das schweizerische Stipendienwesen auf die jetzigen und zukünftigen Situation in Anbetracht der vorherrschenden Lage vorbereitet ist, da schon vor der Corona-Krise eine Diskriminierung zwischen Schweizer Studierenden von verschiedenen Kantonen an der Universität Basel denkbar war. Befänden sich zwei Studenten im gleichen Studium in einer gleichen Situation, könnte es im Extremfall sein, dass der eine aus finanziellen Gründen sein Studium abbrechen müsste, weil die Stipendienordnung seines Herkunftkantons für ihn ungünstiger ausgestaltet ist, als jene Stipendienordnung des Herkunftkantons des anderen Studenten. Dieser Umstand darf bei der Stipendienvergabe nicht die Regel sein, besonders in dieser aktuellen Situation nicht.

Deswegen fordern wir eine Stärkung des Stipendienwesens direkt an den Universitäten mit Unterstützungsgeldern. Mit dem geforderten Betrag von 30 Millionen Franken könnten ca. 20% der Studierenden an der Universität Basel in einer potentiellen Notlage finanziell unterstützt werden. Spricht man die gleiche Unterstützung allen schweizerischen Universitäten zu, entspricht das ca. 0.7% von dem Hilfevolumen, welches für die Wirtschaft im Rahmen der Corona-Krise bereitgestellt wurde. Die Unterstützungsgelder könnten ein wichtiger vorausschauender Schritt sein, um letztlich die frei vermittelte Lehre durch die Universitäten an die Studierenden langfristig in einem ausreichenden Umfang zu sichern. Ebenso wird durch die Massnahme das Diskriminierungspotential in einem sozial sensiblen Bereich gegenüber Schweizer Studierenden aus allen Kantonen abgebaut.

Wir fordern nicht die Abschaffung des kantonalen Stipendienwesens, sondern eine dauerhafte Stärkung der universitären Stipendienfonds mit Nationalgeldern in einem ausreichenden Umfang. Damit könnten die Universitäten auch Notkredite sprechen in einer Phase, in der kantonale Fristen eine schnelle Stipendienhilfe verunmöglichen. Die Massnahme soll eine vernünftige Stabilität schaffen und das Risiko von einzelnem oder grossflächigem sozialen Schaden minimieren.