24.08.2020 / Communiqués / / , ,

JCVP BS setzt sich für Studierende ein: Offener Brief an BR Parmelin

Anliegen für die Herbstsession 2020 – Unterstützung der universitären Stipendienfonds

Sehr geehrter Herr Bundesrat

Der Kanton Basel-Stadt ist politisch momentan hochaktiv aus verschiedenen Gründen. Nebst dem laufenden kantonalen Wahlkampf strotzt die politische Landschaft vor Herausforderungen und Anliegen. Nebst vielen Detailfragen und natürlich der allgegenwärtigen Corona-Herausforderung fokussieren wir uns direkt auf einen der wichtigsten gesellschaftlichen Pfeiler, der bei einem Hinziehen der Pandemie ins Wanken geraten wird: die Bildung.

Wir setzen uns derzeit stark für den Bildungssektor ein, damit dieser auch in Zeiten der Corona-Krise mittel- und langfristig stabilisiert ist. Folgendes ist unser Anliegen: Wir nehmen wahr, dass der Stipendienfonds der Universität Basel auf zukünftige belastende Ereignisse mit einem Budget von CHF 800’000 jährlich schlecht vorbereitet ist, sollte das kantonale Stipendienwesen aufgrund wirtschaftlicher Krisen stärker als zuvor an seine Grenzen stossen. Dazu kommen Anharmonizitäten zwischen den verschiedenen kantonalen Stipendienwesen, welche als erste Anlaufstellen für Unterstützungsanfragen dienen.

  • Als prophylaktische Massnahme zur Lösung dieses mittelfristig absehbaren Problems fordert die Junge CVP Basel-Stadt für den Stipendienfonds der Universität Basel 30 Millionen Franken, mit denen ein drastischer Anstieg an Unterstützungsanfragen abgefedert werden könnte, um eine Beeinträchtigung des Bildungswegs von bedürftigen Studierenden einzudämmen.

Im Ernstfall könnten somit ca. 20% aller immatrikulierten Studierenden im Umfang eines aktuellen Härtefallstipendiums unterstützt werden. Ein solches Vorgehen wäre für alle Hochschulen angebracht. Diese finanziellen Mittel würden den Hochschulen die Kraft verleihen, die Verantwortung in diesem sozial sensiblen Bereich gegenüber ihrer Studierenden direkt zu übernehmen, anstatt diese den jeweiligen Herkunftskantonen zu überlassen. Situationsanalyse, Planung und Abwicklung wären somit zentralisiert und effektiv vor Ort gestaltet. Dies soll keine Abschaffung des kantonalen Stipendienwesens mit sich bringen, sondern die Hochschulen präventiv krisensicher aufstellen. Jegliches Missbrauch-Potential soll ausgeschlossen werden. Bildung schafft innere Sicherheit und ist in diesem Fall verhältnismässig günstig, betrachtet man die gesprochenen Beträge zur Unterstützung unserer Wirtschaft. So pragmatisch wie der Wirtschaft geholfen wurde, könnten auch die schweizerischen Universitäten und Hochschulen mit Rücklagen versorgt werden, damit diese über längere Zeit hinweg in der Lage wären, eine ihre Studierenden betreffenden Rezession abzufedern. Dieses Anliegen sollte im Interesse einer langfristigen Krisenplanung liegen.

  • Wir bitten Sie daher im Rahmen unserer Forderung zu folgenden Stellungnahmen: Inwiefern ist die Harmonisierung der kantonalen Stipendienwesen geglückt?
  • Erachten Sie es als sinnvoll, im Rahmen einer vorbeugenden Massnahme zeitnah das schweizerische Hochschulwesen mit finanziellen Zuwendungen in entsprechender Höhe zu stützen?

Da wir dieser Thematik grosse Wichtigkeit zumassen, würden wir uns über Ihr Engagement und Ihre Stellungnahme in dieser Sache freuen.

Mit freundlichen Grüssen im Namen des Parteivorstands der JCVP Basel-Stadt

Kilian Winkler,
Präsident JCVP Basel-Stadt